Heimatverein Wilhelm Busch

 

Haben Sie es schon gewusst? 

 

Als Kind war Wilhelm Busch mit Tante und Onkel nach Lüthorst gekommen. Der strenge Vater hatte den Jungen schon als Neunjährigen in die Obhut der Pfarrerfamilie Georg Kleine gegeben. Hier erhielt er Privatunterricht, weil Buschs Vater die heimische Schulbildung in Wiedensahl für nicht ausreichend hielt. Buschs Werdegang verlief nicht gradlinig. Nach dem abgebrochenen Studium als Maschinenbauer fand er Zugang zur Malerei und ging zunächst nach Düsseldorf. Weitere Stationen waren Antwerpen, Frankfurt und München. 

 

Trotz aller Wirrungen des Lebens hielt Wilhelm Busch seiner zweiten Heimat Lüthorst immer die Treue. Über 50 Jahre ging er hier ein und aus. 

 

Auf dem Gedenkstein im Garten des Lüthorster Pfarrhauses findet sich deshalb die Inschrift: "Wilhelm Busch hatte in Lüthorst von 1846 bis 1897 bei seinem Onkel Pastor Georg Kleine seine zweite Heimat"

Heimatverein Wilhelm Busch Lüthorst e.V. seit 1997

 

Groß war das Interesse, als am 20. März 1997 der Heimatverein "Wilhelm Busch" in Lüthorst gegründet wurde. Nach etwa eineinhalb Jahren Vorbereitungszeit war es endlich soweit. 50 Teilnehmer des Abends erklärten spontan Ihre Mitgliedschaft in dem neuen Verein. 

 

Initiiert vom Lüthorster Ortsrat sollte sich ein "Verein mit Zukunft" gründen. Das Vorbereitungsteam, dem Günter Bremer, Günter Ehling, Willi Papenberg und Joachim Stünkel angehörten, hatte gute Arbeit geleistet und eine Satzung ausgearbeitet. Willi Papenberg stellte fest, daß das Thema Heimatverein den Lüthorstern schon lange auf den Nägeln brenne, schließlich wäre ein kürzlich durchgeführter Heimatabend von 180 Personen besucht worden. 

 

Die Satzung des Vereins regelt die Aufgaben, die Pflichten und die Rechte der Mitglieder und des Vorstandes. Der Heimatverein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Aufgaben sind die Förderung und Pflege des Kulturgutes des Dichters und Malers Wilhelm Busch. Außerdem widmet sich der Verein der Sammlung und Pflege alten Kulturgutes, der Heimatkunde, der Erhaltung der Volksbräuche und Sitten, der Durchführung von kulturellen Veranstaltungen, der Pflege des Niederdeutschen und vor allem der Organisation von Führungen im Wilhelm-Busch-Zimmer. 

 

Der Verein strebt keinen Gewinn an. Die Gelder werden ausschließlich für satzungsgemäße Aufgaben verwendet. Die Mitglieder sind berechtigt, durch Anregungen die Vereinsarbeit zu fördern. Die Mitglieder verpflichten sich, den Verein zu unterstützen. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, zwei Stellvertretern, dem Schatzmeister, dem Schriftführer und zwei Beisitzern. Der Jahresbeitrag pro Mitglied wurde auf DM 24 im Jahr festgelegt. 

 

In den Vorstand wurden gewählt: Joachim Stünkel als Vorsitzender, Hildegund Heinemeyer und Günter Ehling als Stellvertreter, Andreas Haupt als Schatzmeister, Linda Rolf als Schriftführerin, Wolfgang Müller und Helmut Dehne als Beisitzer. 

 

 

 

 

Der November 1997 war für den Heimatverein ein wichtiger Monat. Zunächst hat er den Vertrag auf Übernahme des Wilhelm-Busch-Zimmers angenommen. Demnach überläßt die Stadt Dassel dem Verein die Räumlichkeiten an der Lüthorster Grundschule für die Dauer von zunächst 10 Jahren unentgeltlich. Der Verein verpflichtet sich im Gegenzug, Veranstaltungen und Ausstellungen, die der Zweckbindung des Raumes entsprechen, durchzuführen. Außerdem wurde das Wilhelm-Busch-Zimmer am 09. November 1997 offiziell seiner Bestimmung übergeben. 

Inzwischen zählt der Verein über 100 Mitglieder, und ein reges Vereinsleben hat sich entwickelt. Neben der Pflege und der Betreuung des Wilhelm-Busch-Zimmers widmen sich die Vereinsmitglieder der Vorbereitung und Durchführung von stets gut besuchten Heimatabenden. Auch der gesellige Teil kommt nicht zu kurz. Wanderungen und Fahrten mit heimatkundlichem und geschichtlichem Hintergrund sowie Folkloreveranstaltungen vermitteln Informationen und fördern den Zusammenhalt der Vereinsmitglieder.

 

 

Veranstaltungen

 

Neben der Pflege und der Betreuung des Wilhelm-Busch-Zimmers widmen sich die Vereinsmitglieder der Vorbereitung und Durchführung von stets gut besuchten Heimatabenden wobei der gesellige Teil nicht zu kurz kommt. Eine Laienspielgruppe, die 1998 gegründet wurde, tritt regelmäßig vor großem Publikum auf Heimatabenden und in den umliegenden Ortschaften auf.

 

Wanderungen und Fahrten mit heimatkundlichem und geschichtlichem Hintergrund sowie Folkloreveranstaltungen vermitteln Informationen und fördern den Zusammenhalt der Vereinsmitglieder.

 

 

Wanderungen & Fahrten

 

Wanderungen und Fahrten mit heimatkundlichem und geschichtlichem Hintergrund sowie Folkloreveranstaltungen vermitteln Informationen und fördern den Zusammenhalt der Vereinsmitglieder.

2012 war Wilhelm Busch Jahr

 

Er gilt als einer der Urväter des Comics, und seine Geschichten, etwa „Max und Moritz“ oder auch „Die fromme Helene“, sind weltberühmt: Wilhelm Busch. 

 

Anlässlich der 175. Wiederkehr seines Geburtstages am 15. April 1832 wird der große deutsche Humorist in den Blickpunkt gestellt. Der Heimatverein "Wilhelm Busch", Lüthorst e. V., das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover und die anderen Wilhelm-Busch-Gedenkstätten bieten verschiedene Veranstaltungen an. 

 

2007 ist das Wilhelm-Busch-Jahr. Sie werden ihm, seinem Werk, seinem Leben und seinen künstlerischen Enkeln in vielfacher Weise begegnen. Nicht nur im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover, wo mehr als zwei Drittel seiner erhaltenen Werke zusammengetragen sind, sondern auch in der Stadt Hannover und in den Wilhelm-Busch-Gedenkstätten Lüthorst, Wiedensahl, Ebergötzen, Hattorf und Mechtshausen.

 

 

Wilhelm Busch Zimmer

 

Ein langgehegter Wunsch ging für die Lüthorster am 09. November 1997 in Erfüllung. Nach 25 Jahren ständigen Bemühens hat man es endlich geschafft, dem berühmten Bürger Lüthorsts eine angemessene Gedenkstätte zu widmen. An der Lüthorster Schule wurde gemeinsam mit dem Übungsraum der Schützen und des Turnvereins das Wilhelm-Busch-Zimmer eingerichtet. 

 

In der Ausstellung sind Reproduktionen von 20 Bildern, die in Lüthorst entstanden sind, in Originalgröße zu sehen. Es sind hauptsächlich Portraits und Landschaften, die ja auch sein Gesamtwerk dominieren. Darüber hinaus werden Handzeichnungen aus ganz früher Zeit ausgestellt. Private Zeugnisse runden das Bild ab und auch die Auswahl von Briefen zeigt, wie sehr Buschs Herz an Lüthorst hing.

 

Führungen im Wilhelm Busch Zimmer

 

Jeden Sonntag ist das Wilhelm-Busch-Zimmer in der Zeit von 14 bis 16 Uhr geöffnet. 

 

Ab 1. April 2009 ist das Wilhelm-Busch-Zimmer nur jeden 1. und 3. Sonntag im Monat in der Zeit von 14 bis 16 Uhr geöffnet und ist in den Monaten November, Dezember und Januar geschlossen. 

 

Außerhalb der Öffnungszeiten, auch an den anderen Wochentagen, ist das Wilhelm-Busch-Zimmer nur nach Anmeldung geöffnet. 

 

Interessenten können sich per Formular, per E-Mail oder telefonisch bei Joachim Stünkel unter der Rufnummer (0 55 62) 5 90 anmelden. 

 

Der Eintritt ist frei.

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